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Rundschau
05.08.2010 - Medizin für Reiche
Soweit wir uns erinnern können, steigen kontinuierlich die Kosten des deutschen Gesundheitswesens ...
28.04.2010 - Krimineller Ökonomismus
Krimineller Ökonomismus ist: Das Entwickeln und Vermarkten von beliebigen und beliebig absurden Finanzprodukten, um Individuen, Gesellschaften ...
27.01.2009 - Leichenschändung
Bei der Wiedervereinigung Deutschlands rief der damalige Arbeitsminister Norbert Blüm mit großer Inbrunst: "Marx ist tot, Jesus lebt". Indem der falsche Prophet ...
07.01.2009 - Contra Krieg: 1
Israels Machthaber litten schon wieder unter Entzugserscheinungen. Nun frönen sie seit dem 27.12.2008 erneut ihrer Lieblingsleidenschaft, ...
30.10.2008 - Die Pest der menschlichen Gesellschaft
Die Bankenkrise dauert noch an. Ihr folgt die Wirtschaftskrise auf den Fersen. Es ist nicht sicher, ob sie ohne größere soziale Verwerfungen vorüberziehen werden. Wie lange wird es beanspruchen? Monate? Jahre? Jahrzehnte? Sicher ist, dass dafür in erster Linie die Armen und Ärmsten der Welt werden büssen müssen. Außer diesen Armen und Ärmsten haben fast alle Menschen Dreck am Stecken. Daher sollte keiner von ihnen sich beklagen und andere beschuldigen, sondern vielmehr sich an die eigene Nase fassen und die eigene Moral und das eigene Verhalten ändern. Dies ist leicht einzusehen:
Jeder ist empört und jeder schimpft heute gerne über die Bank- und Börsenmanager, außer den Bänkern und Börsianern selbst natürlich. Das beste Mittel, die Empörung und das Geschimpfe als nutzlos zu entlarven, besteht darin, zu fragen: Hand aufs Herz, besitzen Sie nicht selbst auch Aktien, Zertifikate oder andere Profitjägerwaffen? Klar tut er das. Heute jagt ja fast jeder nach Profit durch Spekulation auf Gewinn und Abwälzung des Verlusts auf andere, ohne dafür arbeiten zu müssen, sei es durch Aktien oder Wahnsinns-Derivate anderer Art. Das ist die Moral unserer gegenwärtigen Welt, die Verluste anderer zu eigenem Gewinn umzugestalten. Begonnen hat diese Verderbnis bereits am Anfang des siebzehnten Jahrhunderts durch die Erfindung der Aktie und Aktiengesellschaft. Genauer gesagt, war es im Jahre 1602, als sich die größten Amsterdamer Gewürzhändler zur „Vereinigten Ostindischen Handels-Kompanie“ (VOC) zusammenschlossen. Wohlhabende Kaufleute und Gemeinden konnten sich in Form von Anteilen an ihren Geschäften beteiligen. Ein Anteil konnte unabhängig von VOC auf dem Markt gehandelt werden. Das war der Beginn der Aktien, der Aktiengesellschaften, der unausrottbaren Pest der menschlichen Gesellschaft. Das einzige Gegenmittel ist das weltweite gesetzliche Verbot durch den Staat, wie dieser andere Formen der Kriminalität auch verbietet. Leider aber spielen ja selbst die Frauen und Männer im Staatsapparat das Aktienspiel mit. Also wird kein Verbot stattfinden. Die Pest wird bleiben.
© 2008 by Kazem Sadegh-Zadeh



